GEBÄUDE

Seit November 1993 betreiben und unterhalten Jugendliche und Jung-gebliebene aus dem Kanton Obwalden das Jugend- und Kulturzentrum Obwalden (JUKO). Sie organisieren Konzerte, Partys, Workshops, Podi-umsgespräche und zahlreiche weitere Events und bieten der Obwaldner Jugend so die einzige Plattform, wo sie sich treffen, sich miteinan-der austauschen, gemeinsam etwas erleben und sich kulturell enga-gieren kann. Durch diese unterschiedlichen Veranstaltungen wird den jungen und kulturinteressierten Obwaldnerinnen und Obwaldnern die Möglichkeit eines alternativen Treffpunktes geboten, welcher einem hö-heren kulturellen Anspruch genügen soll.

 

Die Philosophie des Juko-Vereins ist einfach: Jugendliche mit unterschiedlichen Interessen, Ansichten, musikalischen Präferenzen und kulturellen Vorstellungen haben ein gemeinsames Ziel: Der Jugend in Obwalden soll im Pavillon ein attraktives Programm geboten werden, von Jugendlichen für Jugendliche organisiert. 

 

Der heutige Juko Pavillon ist mehr als nur ein Wochenendtreff – das Juko hat über all die Jahre seine persönliche Kultur entwickelt. Es ist ein Ort des Zusammenlebens und des Zusammenarbeitens in der mittler-weile schon legendären Pavillon-Atmosphäre geworden. Der Name „Juko Pavillon“ hat sich sowohl bei den Obwaldner Jugendlichen als auch bei zahlreichen Schweizer Künstlern etabliert, vergleichbar mit der Schüür oder dem Treibhaus in Luzern. 

 

Seinen heutigen Standort auf dem Bänzämätteli erhielt der Juko Pavillon im Jahr 2011, Während er zuvor rund 20 Jahre als Provisorium zwischen der Kantonsschule Obwalden und  dem Bildungs- und Kultur-departement stand. Der Umzug wurde notwendig, da der alte Pavillon im Rahmen der Sanierung der Kantonsschule den Umgebungsarbeiten weichen musste. Wir vom Verein Juko setzten uns damals erfolgreich dafür ein, dass der Pavillon an einem neuen Standort wieder zu stehen kommt, damit den Obwaldnerinnen und Obwaldnern auch weiterhin ein attraktives Ausgangs- und Kulturangebot im Kanton geboten werden kann. Für die ganze Planung und Einrichtung des neuen Gebäudes zeig-ten sich die Vereinsmitglieder in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Vertretern des Kantons zuständig. Wo immer möglich wurde im Innen-ausbau selber Hand angelegt und so konnte der Juko Pavillon nach hun-derten Stunden von Freiwilligenarbeit im September 2011 neu eröffnet werden.

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VEREIN

Der Juko Pavillon ist als Non-Profit-Verein organisiert. Die Mitglied-schaft in diesem steht allen Personen offen, die etwas zum guten Ge-lingen des Jukos beitragen möchten. Sei dies durch die Mitorganisation von Events, durch die Mithilfe hinter der Bar, an der Kasse oder beim Aufräumen. 

 

Die Verantwortung für die operativen Belangen des Vereins obliegt al-leine der fünfköpfigen Betriebsleitung. Sie ist das Herz und die Seele des Vereins, denn deren Mitglieder organisieren Events und halten das Gebäude im Schuss - kurzum, diejenigen, die den ganzen Kulturbetrieb rund um den Pavillon koordinieren. Von diesem Engagement lebt das Juko – 100% ehrenamtliche Arbeit für die Jugendkultur in Obwalden!

 

Der Vorstand steht des Vereins steht im Hintergrund und trifft sich nur einige Male im Jahr. Ihm gehören auch Vertreter vom Kanton, der Standortgemeinde Sarnen und Personen aus der Bevölkerung an. Damit ist ein regelmässiger Austausch zwischen den Institutionen gewähr-leistet und es kann möglichen Problemen vorgebeugt werden.

 

Aufgrund der Organisation als Non-Profit-Verein sind finanzielle Bei-träge für unseren Verein essentiell. Hier dürfen wir auf Geldleistungen des Kantons Obwalden zählen, der uns neben einem finanziellen Beitrag für das Eventprogramm auch das Gebäude und dessen Unterhalt zur Verfügung stellt. Ausserdem dürfen wir auf die Hilfe unserer Sponsoren zählen, die uns grosszügig unterstützen.

 

 
BETRIEBSLEITUNG

Die Betriebsleitung des JUKO organisiert Partys, Konzerte und Veranstaltungen, arbeitet mit Obwaldner Vereinen und Jugendlichen zusammen und kümmert sich um ein breites Kulturangebot in Obwalden. 

Kurz: Sie sorgt für ein lebendiges Programm im JUKO Pavillon!

Die Betriebsleitung setzt sich aus Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren zusammen und betreibt ehrenamtliche Vereinsarbeit. Die Mitglieder der Betriebsleitung stammen alle aus Obwaldner Gemeinden und arbeiten in verschiedenen Berufsfeldern.

In der aktuellen Betriebsleitung vertreten:

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- In der Betriebsleitung seit 2016

- 18 Jahre, Kerns

- Studentin

- elena.jukopavillon@gmail.com

Präsidium

Elena De Col
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- In der Betriebsleitung seit 2017

- 18 Jahre, Kerns

- Schreiner

- maurus.jukopavillon@gmail.com

Präsidium & Facility Manager

Maurus Pichler
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- In der Betriebsleitung seit 2017

- 19 Jahre, Kerns

- Dentalassistentin

- laura.jukopavillon@gmail.com

Bar & Sicherheit

Laura Kathriner
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- In der Betriebsleitung seit 2016

- 18 Jahre, Sachseln

- Konstrukteur

- nico.jukopavillon@gmail.com

Technik

Nico Haas
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- In der Betriebsleitung seit 2016

- 18 Jahre, Sarnen

- Student

- nils.jukopavillon@gmail.com

Finanzen + PR

Nils Wolfisberg
 
SPARDEBATTE 15/16

Grundlegende Infos zur gesetzlichen Grundlage und zur Finanzierung des Juko Pavillons:

 

Vor drei Jahren wurde vom Kantonsrat ein neues Kinder- und Jugendförderungsgesetz verabschiedet (51 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stim-men & 1 Enthaltung), welches dem Kanton die Zuständigkeit für die Ju-gendarbeit für über 16-Jährige in Obwalden überträgt. In Art.17 Abs. 1 dieses Gesetzes steht:

 

Der Kanton stellt Jugendlichen, welche die Volksschulstufe abge-schlossen haben (in der Regel ab dem 16. Altersjahr bis zum vollen-deten 25. Altersjahr) regionale Infrastrukturen als Begegnungsstätten und für die Durchführung von Aktivitäten und Veranstaltungen zur Verfügung.

 

Umgesetzt wurde diese Bestimmung mit dem Juko Pavillon. Auf der Grundlage des Gesetzes wurde auch die Fachstelle für Gesellschafts-fragen neu geschaffen. Diese kostet den Kanton gemäss eigenen An-gaben 43‘000 SFr. im Jahr. In diesem Betrag enthalten sind auch 8‘000 SFr. die das Juko vom Kanton an jährlichen Unterstützungsgelder für den Betrieb erhält. Die restlichen 34‘000 SFr. sind Personalkosten für den kantonalen Jugendbeauftragen, der beispielsweise verschiedene Projekte im Rahmen der Kinder- und Jugendförderung durchführt. 

 

Zusätzlich zu den 8‘000 SFr. von der Kinder- und Jugendförderung er-hält der Juko Pavillon 5‘000 SFr. vom Bildungs- und Kulturdepartement. Dieses Geld stammt aus den Swisslos Kulturförderungsbeiträgen. Für uns am wichtigsten ist aber die kostenfreie Benutzung des Gebäudes, die durch das Gesetz garantiert wird. Ohne diese Voraussetzung kann der Juko Pavillon nicht weiter existieren. Kantonsintern wird das Gebäude mit rund 30‘000 SFr. verbucht. 

 

Der Kanton ermöglicht uns mit seiner Unterstützung und seinen betrieb-lichen Vorgaben den Erhalt einer autonomen Jugendkultur: Politisch un-abhängig und neutral, offen für alle, nicht-wirtschaftlich orientiert, sich ständig selber erneuernd und verankert in der Obwaldner Jugend.

 

 

September 2015

 

Ende September konnte man aus der Zeitung erfahren, dass der Kanton Obwalden ein negatives Haushaltsbudget für das Jahr 2016 aufweisen wird und deshalb Sparmassnahmen ergriffen werden müssen. Auch die Jugendförderung, unter deren Bereich wir fallen, ist davon betroffen. Der Regierungsrat schreibt dazu:

 

„Bei einem Verzicht auf die Kinder- und Jugendförderung wird kon-sequenterweise auch der Jugendkulturraum nicht mehr zulasten des Kantons zur Verfügung stehen. Dies hat nicht eine Schliessung des Ju-gendkulturraums zur Folge. Der Kanton zieht sich aber aus der Finan-zierung zurück, da die Kinder- und Jugendförderung grundsätzlich zu ei-ner alleinigen Aufgabe der Gemeinden wird.“

 

Wir teilen die Ansicht des Regierungsrates nicht, dass eine solche Spar-massnahme nicht die Schliessung des Jukos zur Folge haben wird. In der Ausarbeitungsphase des oben angesprochenen Kinder- und Jugend-förderungsgesetzes wurde bereits die Idee diskutiert, die Gemeinden des Sarneraatals in die Finanzierung miteinzubeziehen. Diese erklärten sich damals aber nicht bereit einen kantonalen Jugendkulturraum finanziell zu unterstützen, da sie die Umsetzung von diesem als Aufgabe des Kantons betrachteten. Auch heute kommt die gleiche Reaktion aus den Gemeinden wie damals: Eine finanzielle Beteiligung am Juko Pavillon wird ausgeschlossen. Somit geht der Plan des Regierungsrates nicht auf, sich aus der Finanzierung zurückzuziehen und gleichzeitig das Juko zu erhalten.

 

 

Oktober/November 2015

 

Als Reaktion auf die Sparmassnahme starteten wir eine Online-Petition zum Erhalt des Juko Pavillons. Mit 963 eingereichten Unterschriften for-derten wir die Kantonsräte auf, von der Sparmassnahme im Bereich der „Fachstelle Gesellschaftsfragen: Verzicht auf Kinder- und Jugend-förderung“ abzusehen und weiterhin die Verantwortung gemäss Art. 17 Abs. 1 Kinder- und Jugendförderungsgesetz für die Zurverfügungs-stellung eines kantonalen Jugend- und Kulturzentrums zu übernehmen. Bis heute haben 1013 Personen diese Petition unterzeichnet.

 

 

Dezember 2015

 

Am 2. Dezember 2015 besprachen die Kantonsräte die rund 120 ge-planten Sparmassnahmen im Rat. Dabei wurde auch ausführlich über die Massnahme diskutiert, welche den Juko Pavillon betrifft. Schluss-endlich wurde mit 32 zu 19 Stimmen die Forderung abgelehnt, auf die Sparmassnahme Fachstelle Gesellschaftsfragen zu verzichten.

 

 

Was bedeutet dies für uns?

 

Damit die Fachstelle Gesellschaftsfragen gestrichen werden kann und auch die Finanzierung des Jukos nicht mehr zu Lasten des Kantons geht, ist eine Gesetzesänderung des Kinder- und Jugendförderungs-gesetzes notwendig. Dem Juko Pavillon würde dadurch die gesetzliche Grundlage entzogen werden und der Kanton würde seine Verantwortung für uns abgeben. Ohne diese Sicherheit ist ein langfristiger Fortbestand des Jukos akut gefährdet, da das Gebäude ohne Probleme von heute auf morgen geschlossen werden könnte oder für einen anderen Ver-wendungszweck gebraucht werden könnte. Im Jahr 2008 haben wir dies bereits einmal erlebt. Damals tauchte der Juko Pavillon plötzlich nicht mehr auf den Plänen der Architekten auf für die Sanierung der Kantonsschule. Anstatt des Pavillons standen dort drei Bäume. Mit der heutigen Gesetzgebung ist ein solches Szenario nicht mehr möglich, denn wer weiss wie es beim Kreisel Sarnen-Süd in 20 Jahren aussehen wird. Mit einem Wegfallen der gesetzlichen Grundlage für den Pavillon wäre auch eine kostenfreie Benutzung des Gebäudes durch den Verein Juko nicht mehr möglich. Wir müssten uns in das Gebäude einmieten, was zu Mehrkosten im vier- bis fünfstelligen Bereich führen würde. Zusammen mit den fehlenden Unterstützungsbeiträgen würde dies zu einer Situation führen, in welcher wir den Pavillon aus finanziellen Gründen nicht mehr betreiben könnten (jährlich würden uns wohl 15‘000 – 20‘000 SFr. oder mehr fehlen).

 

 

Wann wird im Kantonsrat über die Gesetzesänderung debattiert?

 

Am 10. März 2016 wird der Regierungsrat dem Kantonsrat ein Grossteil der Sparmassnahmen, welche eine Gesetzesänderung nach sich ziehen, zur Genehmigung unterbreiten. Darunter ist auch die Ab-stimmung über das Kinder- und Jugendförderungsgesetz. Unser pri-märes Ziel ist es, bis dahin möglichst viele Kantonsräte von unserer Sache überzeugen zu können, damit diese sich für den Erhalt der bestehenden Gesetzgebung einsetzen. Die endgültige Verabschiedung des Gesetzes würde in der Kantonsratssitzung vom 14. April 2016 statt-finden. Sollte der Kantonsrat dann immer noch an der uns betreffenden Sparmassnahme festhalten, werden wir das Ergreifen des Re-ferendums gegen die Gesetzesänderung in Betracht ziehen.

 

 

März 2016

 

Der Kantonsrat hat an der KAP-Debatte vom 10. März 2016 auch das Kinder- und Jugendförderungsgesetz besprochen. Allzu weit kam er dabei aber nicht. Aufgrund von teilweise unpräzis formulierten Anträgen, Abstimmungen und Rückkommensanträgen kam es zu einigen Konfusionen im Saal. Grundsätzlich hat sich der Kantonsrat bisher erst dazu entschlossen, die Fachstelle für Gesellschaftsfragen inklusive der Kinder- und Jugendförderung beizubehalten. Als es dann nämlich um die detailliertere Ausgestaltung dieser Fachstelle ging, wurde das Durcheinander zu viel und die Debatte unterbrochen und auf das nächste Mal verschoben. Dies noch bevor über die effektiv den Juko Pavillon betreffenden Gesetzesartikel entschieden werden konnte. Das nächste Mal trifft sich der Obwaldner Kantonsrat am 14. April 2016 und wird dann die Besprechung fortsetzen. Dementsprechend wird ein definitiver Entscheid über den Juko Pavillon nicht vor dem 19. Mai 2016 erfolgen, da dann voraussichtlich die zweite Lesung des Gesetzes stattfinden wird.

 

 

April 2016

 

Liebe Juko-Freunde,

 

Die gute Nachricht gleich vorweg: Der Kampf hat sich gelohnt und wir bleiben mit unserem geliebten Pavillon auf dem Parkplatz Bänzämätteli stehen! Nachdem der Kantonsrat am 10. März 2016 eine etwas chaotische Debatte zu den kantonalen Sparmassnahmen abgebrochen hatte, wurde die Thematik an der Ratssitzung vom Donnerstag 14. April 2016 wieder aufgegriffen. Gleich zu Beginn wurde das uns betreffende Kinder- und Jugendförderungsgesetz behandelt. Diesmal ging die Diskussion in einer geordneten Debatte vonstatten und wurde mit einem für uns erfreulichen Ergebnis beendet. Die Kantonsrätinnen und Kantonsräte haben beschlossen, an der bestehenden Gesetzgebung festzuhalten! Damit bleibt für uns alles beim Alten. Wir können weiterhin das Gebäude unentgeltlich nutzen und auch die Stelle des kantonalen Jugendbeauftragten, als wichtiges Bindeglied zwischen uns und dem Kanton, bleibt bestehen.Für uns ist dies ein grosser Erfolg und gibt uns endlich wieder langfristige Sicherheit, nachdem wir fast ein halbes Jahr den Betrieb mit der Ungewissheit aufrechterhalten mussten, ob wir in einem Jahr immer noch da sind oder nicht. Die Debatte rund um den Pavillon und um unsere Arbeit hat uns aber auch aufgezeigt, dass eine gewisse Unwissenheit darüber besteht, was wir eigentlich machen und wozu wir da sind. In diesem Zusammenhang trafen wir immer wieder auf die Aussage, dass wir Jugendliche zu wenig Eigeninitiative und Selbstverantwortung wahrnehmen würden. Wir wehren uns vehement gegen diesen Vorwurf, denn genau auf diesen beiden Grundpfeilern baut unser Konzept auf! Seit über zwanzig Jahren wird Eigeninitiative und Selbstverantwortung im Juko Pavillon tagein tagaus gelebt. Ohne diese beiden Eigenschaften könnte ein Jugendkulturzentrum wie unseres nicht schon so lange fortbestehen. Diesbezüglich würden wir uns wünschen, dass weniger über uns, als vielmehr mit uns gesprochen wird. Nur zu gerne sind wir bereit, einen Einblick in unsere Arbeit zu gewähren und zu zeigen, wieso eine Plattform wie der Juko Pavillon einmalig und für Obwalden unerlässlich ist. Wir werden auf alle Fälle auch weiterhin eine aktive und vielfältige Jugendkultur leben und pflegen und ein Ort sein, an welchem alle Obwaldnerinnen und Obwaldner willkommen sind! Zum Schluss möchten wir ganz herzlich all jenen danken, welche sich schon immer, und in den letzten sechs Monaten ganz besonders, für unser Anliegen stark gemacht und eingesetzt haben! Ebenfalls ein grosses Dankeschön gilt euch, liebe Besucherinnen und Besucher. Ihr, welche dem grauen Klotz immer wieder von neuem Leben einhaucht und aus ihm das macht was er ist: Unser geliebter Pavillon! 

 

Danke Obwalden für dein Vertrauen.<3

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